EEG 2027 & Eigenverbrauch
Ab 2027 soll die feste Einspeisevergütung für neue kleine Anlagen entfallen. Mit Eigenverbrauch und Speicher bleibt Ihre PV-Anlage rentabel.

EEG 2027: Was das Ende der Einspeisevergütung wirklich bedeutet
Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zum EEG 2027 (Kabinettsbeschluss Juli 2026, Stand Oktober 2026 noch nicht endgültig verabschiedet) sollen neue PV-Anlagen unter 25 kWp ab dem 1. Januar 2027 keine feste Einspeisevergütung über 20 Jahre mehr erhalten. Geplant sind stattdessen eine befristete Übergangszahlung und danach die Vermarktung des Überschusses über einen Direktvermarkter. Neue Dachanlagen bis 100 kWp sollen zudem höchstens 50 Prozent ihrer Leistung ins Netz einspeisen dürfen. Wichtig: Anlagen, die bis 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, behalten ihre Vergütung (derzeit 7,70 Cent pro kWh bei Teileinspeisung bis 10 kWp) für 20 Jahre. Viele befürchten nun hohe Verluste – doch die Einspeisung war schon bisher der kleinere Teil der Ersparnis. Den großen Wert hat jede selbst genutzte Kilowattstunde, denn sie ersetzt Netzstrom für rund 30 Cent. Das Rechenbeispiel oben zeigt: Ohne Speicher fällt mit der Vergütung ein spürbarer Teil weg. Mit einem passend großen Batteriespeicher steigt der Eigenverbrauch so stark, dass ein Großteil davon wieder hereinkommt. Die Kosten für den Speicher sind im Beispiel nicht berücksichtigt – wir rechnen Ihnen gerne individuell aus, welche Kombination sich für Ihr Haus lohnt.

Eigenverbrauch: So holen Sie mehr aus Ihrer PV-Anlage
Eine Photovoltaikanlage erzeugt den meisten Strom zur Mittagszeit – im Haushalt wird aber vor allem morgens und abends Strom gebraucht. Ohne Speicher nutzen Sie deshalb typischerweise nur rund ein Drittel Ihres Solarstroms selbst, der Rest fließt für eine geringe Einspeisevergütung ins Netz. Abends kaufen Sie dann teuren Netzstrom zurück. Je mehr Solarstrom Sie selbst verbrauchen, desto schneller rechnet sich Ihre Anlage. Dafür gibt es drei Hebel: einen passend dimensionierten Batteriespeicher, eine Wallbox für das E-Auto und große Verbraucher wie Wärmepumpe, Waschmaschine oder Spülmaschine gezielt dann laufen lassen, wenn die Sonne scheint. Wir planen Ihre Anlage so, dass möglichst viel Sonnenstrom im eigenen Haus bleibt.

Mit Batteriespeicher: Solarstrom auch am Abend
Ein Batteriespeicher nimmt den Solarstrom auf, den Sie mittags nicht direkt verbrauchen, und gibt ihn abends und nachts wieder ab – genau dann, wenn Licht, Kochen, Fernseher und Waschmaschine laufen. So ersetzen Sie teuren Netzstrom durch Ihren eigenen Sonnenstrom. Wie groß der Speicher sein sollte, hängt von Ihrem Jahresverbrauch und der Größe Ihrer PV-Anlage ab: Zu klein verschenkt Potenzial, zu groß rechnet sich nicht. Wir legen Speicher und Wechselrichter so aus, dass sie zu Ihrem Haushalt passen – und auf Wunsch so, dass später eine Wallbox oder Wärmepumpe eingebunden werden kann.

PV-Anlage ohne und mit Speicher im Vergleich
Zwei Kennzahlen zeigen, wie gut eine PV-Anlage zu Ihrem Haushalt passt: Der Eigenverbrauchsanteil gibt an, wie viel des erzeugten Solarstroms Sie selbst nutzen. Der Autarkiegrad zeigt, wie viel Ihres gesamten Strombedarfs die Sonne deckt. Bei einem typischen Einfamilienhaus liegen beide Werte ohne Speicher meist um 30 Prozent. Mit einem passend dimensionierten Batteriespeicher steigen sie auf etwa 60 bis 70 Prozent – Sie kaufen also deutlich weniger Strom vom Energieversorger. Wie die Werte bei Ihnen aussehen, hängt von Verbrauch, Dachfläche und Anlagengröße ab. Das rechnen wir Ihnen im Beratungsgespräch individuell durch.

Die zweite Ebene: Heizstab im Pufferspeicher und Klima-Splitgerät
Ein Batteriespeicher ist die erste Ebene für mehr Eigenverbrauch. Ist er voll, fließt der restliche Solarstrom bisher ins Netz – künftig für neue Anlagen kaum noch vergütet. Die zweite Ebene macht aus diesem Überschuss Wärme und Kühle: Ein elektrischer Heizstab im Puffer- oder Warmwasserspeicher wird über einen Energiemanager stufenlos mit genau dem Solarstrom betrieben, der gerade übrig ist. So erwärmen Sie im Sommer Ihr Warmwasser fast vollständig mit der Sonne und entlasten Ihre Heizung. Ein Klima-Splitgerät kühlt an heißen Tagen genau dann, wenn die PV-Anlage am meisten liefert, und kann in der Übergangszeit effizient heizen. Beide Komponenten erhalten Sie direkt bei uns – wir liefern, montieren und binden sie in Ihr PV-System ein, damit Anlage, Speicher, Heizstab und Klimagerät optimal zusammenarbeiten. So steigt der Eigenverbrauch deutlich, und Ihre PV-Anlage bleibt auch ohne Einspeisevergütung wirtschaftlich.

Selbst nutzen statt billig einspeisen
Für Strom aus dem Netz zahlen Haushalte heute je nach Tarif rund 30 Cent pro Kilowattstunde oder mehr. Für Solarstrom, den Sie ins Netz einspeisen, gibt es bei neuen Anlagen dagegen weniger als 8 Cent Einspeisevergütung. Jede Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen, ist für Sie also ein Vielfaches wert. Deshalb steht bei einer modernen Photovoltaikanlage der Eigenverbrauch im Mittelpunkt: Die Anlage wird auf Ihren Bedarf zugeschnitten, ein Speicher verschiebt den Strom in den Abend, und E-Auto oder Wärmepumpe nutzen den Sonnenstrom direkt. So machen Sie sich unabhängiger von steigenden Strompreisen.
Häufige Fragen zu EEG 2027, Speicher und Eigenverbrauch
01
Lohnt sich PV ab 2027 noch?
Ja. Auch ohne feste Vergütung spart jede selbst genutzte Kilowattstunde rund 30 Cent Netzstrom. Mit Speicher und gezielter Nutzung bleibt die Anlage wirtschaftlich. Wer noch 2026 in Betrieb geht, sichert sich zudem 20 Jahre Vergütung.
02
Wie groß sollte der Speicher sein?
Ohne Einspeisevergütung darf er etwas größer ausfallen als bisher üblich, damit möglichst wenig Solarstrom ungenutzt ins Netz geht. Die passende Größe ermitteln wir anhand Ihres Verbrauchs und Ihrer Dachfläche.
03
Was bringen Heizstab und Klimagerät?
Sie nutzen den Solarstrom, der nach dem Laden des Speichers übrig bleibt: für Warmwasser und Heizungsunterstützung im Pufferspeicher sowie für Kühlen und Heizen mit dem Klima-Splitgerät. Beides liefern und integrieren wir direkt in Ihr PV-System.
04
Was gilt für bestehende Anlagen?
Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, behalten ihre Einspeisevergütung für 20 Jahre. Auch bestehende Anlagen können wir mit Speicher, Heizstab oder Klimagerät nachrüsten.

Marcel Immendorf
Geschäftsführer EWerk Solarsysteme GmbH

